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Im Hotelzimmer

    Autorin: Ana //

    Als ich das erste Mal in dem Hotelzimmer stand, fühlte ich mich ausgeliefert. Jede Faser meines Körpers fühlte sich fremd an und ich hatte Angst einzelne Körperteile zu verlieren wenn ich nicht gut genug auf sie aufpassen würde.
    Als ich zum zweiten Mal in seiner Wohnung stand und mir erneut die Augen verbunden wurden, hatte ich das Gefühl mich für immer in der Dunkelheit zu verlieren. Mich für immer im endlosen Schwarz verstecken zu können.
    Nicht sehen zu müssen was er von mir verlangte und was er tat war meine Sicherheit, denn für das Fühlen war mein verloren gegangener Körper verantwortlich.
    Seit ich meinem Körper einen greifbaren Wert gegeben habe, seit ich ihn verkauft habe.
    Fühlt mein Körper sich so fremd an.
    Nicht mehr so als würde er zu mir gehören.
    Es fühlt sich so an als hätte ich die Verbindung zu meinem Körper damals in dem Hotelzimmer gelassen. Als würde mein Körper ein Jahr später, immer noch in dem Hotelzimmer, darauf warten von mir abgeholt zu werden.

    – Ana

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